Adele: Törtchen mit Kokos, Mango und Karamell

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Zum heutigen Törtchen mit Kokos, Mango und Karamell hat uns ein wunderschönes Gemälde  inspiriert, das in Wien Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden ist. Wir wissen nicht, ob die Entstehungsgeschichte des Gemäldes, die wir gehört haben, stimmt. Doch sie hat uns sehr gerührt und nach mehr als einem Jahrhundert spielt es auch keine Rolle mehr, was wahr ist und was nicht.

Der reiche Wiener Zuckerfabrikant Ferdinand Bloch-Bauer erfährt von der Affäre seiner jungen Frau Adele mit dem Maler Gustav Klimt. Der Künstler genießt ein hohes Ansehen in der Wiener High Society, ist aber auch für seine Schwäche für schöne Frauen bekannt. Ferdinand Bloch-Bauer ist sich sicher, dass diese Affäre nicht lange halten wird. Er gibt dem Künstler den Auftrag, das Portrait seiner Frau anzufertigen. Sein Auftrag lautet, das beste Portrait zu malen, das die Welt je gesehen hat – egal wie lange es dauert und wie viel es kostet. Sein Kalkül: Adele und Klimt würden sich zwangsläufig so häufig sehen und so viel Zeit miteinander verbringen, dass der Künstler an seiner Geliebten irgendwann das Interesse verlieren würde. Und so kommt es auch. Vier Jahre dauert es, bis das goldene Portrait fertig wird. In dieser Zeit wird  das Verhältnis deutlich kühler. Nichtdestotrotz unterstützt das Ehepaar Bloch-Bauer den Künstler weiterhin und er malt einige Jahre später sogar ein zweites Portrait von Adele, das Ferdinand zusammen mit anderen Gemälden erwirbt.

Adele stirbt im Jahr 1925 und hinterlässt ein Testament, in dem sie ihren Mann bittet, ihr goldenes Portrait zusammen mit anderen Gemälden der österreichischen Galerie zu vermachen. Diesen Wunsch hätte er ihr mit Sicherheit erfüllt, doch nach dem Anschluss Österreichs an das Dritte Reich wird er als Jude von den Nationalsozialisten enteignet und muss in die Schweiz fliehen, wo er den Krieg überlebt. Nach dem Krieg fordert er seinen Besitz zurück, auch das Portrait von seiner Frau – jedoch vergeblich. Er verfügt, dass die Bilder nach seinem Tod in den Besitz der Kinder seines Bruders übergehen. Eine dieser Töchter, Maria Altmann, lebt seit dem Ausbruch des Krieges in den USA und setzt sich mit aller Kraft dafür ein, dass der Besitz zu seinem rechtmäßigen Eigentümer zurückkehrt. Nach langwierigem Verfahren wird ihr das Recht an dem Portrait von ihrer Tante, Adele Bloch-Bauer, zugesprochen. Maria Altmann schätzt den Wert des Gemäldes auf 250 Mio. Euro, doch die Republik Österreich kann einen so hohen Preis nicht zahlen, weswegen man sich unweigerlich von dem Gemälde trennen muss. Anfang 2006 verlässt das Portrait Österreich in Richtung USA. Das ganze Land verabschiedet sich von der schönen Adele: In Wien hängen überall Plakate mit dem Portrait und der Schrift „Ciao Adele“. An dem Tag, an dem Adele Wien verlässt, wird Wien um einen seiner bedeutendsten Kunstschätze ärmer – und New York um einen reicher. Dort ist die „Mona Lisa of Austria“ nämlich aktuell zu sehen.

Wir hoffen, mit unserer goldenen Adele aus Mango, Kokos und Karamell ein wenig von der Magie dieses Gemäldes einzufangen und wünschen uns, dass dieser Funke auch auf euch überspringt. Übrigens: Mit „Woman in Gold“ kommt im Mai ein Film in die Kinos, der sich mit dem Rechtsstreit über das Gemälde befasst – mit Helen Mirren, Ryan Reynolds und Daniel Brühl. Wir haben schon den Trailer gesehen und sind gespannt!

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Rezept für ca. 10 Törtchen (8 cm Durchmesser und 5 cm Höhe)

Hilfsmittel und Werkzeuge:

  • 10 Dessertringe (8 cm Durchmesser und 5 cm Höhe)
  • 10 Teigausstecher oder Ringe (8 cm Durchmesser und 1,5 cm Höhe)
  • eine flache Form (Backrahmen), ca. 2-3 cm hoch und ca. 20×20 cm (oder etwas Ähnliches)
  • Randfolie

Schritt 1: Kokos-Dacquoise

  • 90g gemahlene Mandeln
  • 90g Kokosraspeln
  • 180g Puderzucker
  • 200g Eiweiß (von ca. 6 Eiern)
  • 35g Zucker

Mandeln sieben und 90g abmessen. Kokosraspeln fein mahlen. Puderzucker sieben. Diese drei Zutaten miteinander vermischen.

Eiweiß mit 1/3 des Zuckers schlagen. Wenn die Masse anfängt steif zu werden, wieder 1/3 des Zuckers hinzufügen und weitere 1-2 Min. schlagen.  Dann das letzte Drittel des Zuckers einrieseln lassen und weiter schlagen, bis eine feste glänzende Eischnee-Masse entstanden ist.

Mandeln-Kokos-Puderzucker-Mischung vorsichtig unter den Eischnee heben. Die Teigausstecher mit Butter einfetten. Dacquoise in die Teigausstecher füllen und die Oberfläche mit einer Palette glätten. Wenn ihr keine passenden Teigausstecher habt, könnt ihr die Dacquoise-Masse in einen Spritzbeutel mit einer 8-9 mm Lochtülle füllen, auf dem Backpapier Kreise vorzeichnen (mit 7 cm Durchmesser) und den Teig darauf spritzen. Darauf achten, dass ausreichend Platz zwischen den einzelnen Kreisen ist.

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Den Backofen auf 170° (Umluft) vorheizen. Damit die heiße Luft entweichen kann, steckt einen Holzlöffel zwischen Backofentür und Backofen. Dacquoise ca. 20-25 Min. backen.

Schritt 2: Mango-Gelee

  • 4,5 Blatt Gelatine
  • 30g Zitrone
  • 30g Zucker
  • 300g Mango-Püree

Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 3-4 EL Mango-Püree mit Zucker erwärmen und die gut ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Mit dem restlichen Püree und Zitronensaft vermischen. Das Gelee in eine flache Form füllen und im Gefrierschrank  für 1-2 Stunden einfrieren lassen.

Schritt 3: Karamell zubereiten

  • 250g Sahne, 32% Fettanteil
  • 100g Glukose (Bonbon-Sirup)
  • 150g Zucker
  • 22g Butter
  • Eine Prise Salz

Sahne steif schlagen und in den Kühlschrank stellen. In einem hohen Topf Glukose und Zucker zu einem dunklen Karamell kochen. Zuerst die Butter mit einer Prise Salz, dann die geschlagene Sahne hinzufügen. Die Masse auf 102° erhitzen, danach vollständig auskühlen lassen.

Schritt 4: Karamell-Mousse

  • 430g Sahne, 32% Fettanteil
  • 90g Eigelb (von ca. 5 Eiern)
  • 75g Glukose (Bonbon-Sirup)
  • 7,5 Blatt Gelatine
  • 370g Karamell

Sahne steif schlagen und in den Kühlschrank stellen. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Eigelb mit Glukose auf einem Wasserbad unter ständigem Rühren schlagen, bis die Masse dicklich wird. In die Schüssel einer Küchenmaschine füllen und schlagen, damit die Masse sich abkühlt.

1/3 der Karamell-Masse erwärmen und die gut ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Mit dem restlichen Karamell verrühren. Den Karamell auf Raumtemperatur abkühlen und mit der abgekühlten Eigelbmasse verrühren. Sahne vorsichtig unterheben. Die Mousse in einen Spritzbeutel füllen und sofort verwenden.

Schritt 5: Törtchen zusammenstellen

Die Dessert-Ringe mit Randfolie auslegen. Den Dacquoise-Boden hineinlegen, dann etwas Karamell-Mousse hineinspritzen. Gefrorenes Mango-Gelee in ca. 4×4 cm Quadrate schneiden und jeweils ein Quadrat auf die Karamell-Mousse legen. Den Dessert-Ring bis zum Rand mit der Mousse füllen und die Oberfläche glätten. Für 4-5 Stunden, am besten über Nacht, einfrieren.

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Schritt 6: Mango-Glasur

  • 50g Zucker
  • 55g Wasser
  • 150g Mango-Püree
  • 3 Blatt Gelatine

Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Wasser und Zucker in einem Topf aufkochen, 2-3 Min. köcheln lassen. Mango-Püree und die gut ausgedrückte Gelatine einrühren. Gefrorene Törtchen auf ein Küchengitter stellen und mit dem Esslöffel die Törtchen-Oberfläche glasieren. Für ca. 20-30 Min. wieder ins Gefrierfach stellen.

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Schritt 7: Kokos-Mango-Törtchen dekorieren

  • 100g Kokosraspeln
  • 10 St. Physalen
  • Blattgold, nach Belieben

Ofen auf 160° (Umluft) vorheizen und Kokosraspeln ca. 15-18 Min. rösten. Abkühlen lassen. Törtchen aus dem Dessert-Ring lösen und die Seiten evtl. mit den Resten der Mango-Glasur bepinseln, so haften die Kokosraspel besser.  Mit den Kokosraspeln bedecken. Mit Physalis und Blattgold dekorieren.

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3 Kommentare zu: Adele: Törtchen mit Kokos, Mango und Karamell
  1. solenja
    06.03.2015 um 08:43

    hach, ich bin ganz verliebt in eure Seite!! Eure Bilder sind einfach der Hammer und soooo tolle Rezeptideen. Ich liebe Klimt und dann noch dieses leckere Törtchen oben drauf, hihi 🙂 Folge euch gleich mal auf Bloglovin!

    Ganz liebe Grüße, Solenja ❤

    Antworten
  2. Yuliya
    Yuliya
    07.03.2015 um 22:12

    Liebe Solenja, vielen Dank!!! 🙂 Es freut uns sehr, dass Dir unser Blog gefällt! LG, Yuliya & Yuliya

    Antworten
  3. Elena
    29.05.2015 um 17:01

    Wau, liebe Yulenka!
    Ich finde keine Worte…
    Das ist einfach der Hammer, der Hammer schlechthin.
    Fantasie ohne Grenzen.
    Super!!!
    Ganz liebe Grüße
    Elena S.

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